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Familie PNG Tribal Missions

Endlich in PNG!

Wir haben es geschafft! Oder sollten wir vielleicht besser sagen Gott hat es geschafft?!
Wir sind endlich in Papua Neuguinea! Dank der vielen Gebete hat die Reise echt gut geklappt, wir haben alle Flüge bekommen und konnten auf unserem Zwischenstopp in Australien gut über den Jetlag kommen. Außerdem hatten wir da noch einmal Zeit und Ruhe, um uns auf die Zeit in PNG einzustellen und unseren Fokus auf Gott zu richten. Mitte letzter Woche sind wir dann weiter nach PNG geflogen, und hier von einer anderen Missionarsfamilie mit drei Kindern, die wir schon aus der Ausbildung kennen, empfangen worden. Die ersten Wochen verbringen wir jetzt hier auf der Missionsstation, um eine kleine Einführung zu bekommen, bevor dann in einen anderen Teil Neuguineas ziehen werden. Die ersten Tage waren voll mit neuen Eindrücken: gleich am Flughafen sahen wir, dass eine große Menschengruppe trauernd hinter dem Tor stand, und auf einen Sarg wartete, der offensichtlich mit unserem Flugzeug transportiert worden war. Zuerst hatten wir das alles gar nicht mitbekommen, bis uns dann ein mitreisender Missionar erklärte was los war. Anstatt Gepäckbändern wurden die Tasche alle auf einen großen Tisch gelegt, von dem aus man sich dann seine Sachen mitnahm.

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Vom Flughafen aus fuhren wir etwa 20 min mit einem alten Bus über eine Straße voller tiefer Schlaglöcher. Dabei erfuhren wir, dass in den letzten Wochen drei nicht ungefährliche Autounfälle passiert waren, in die auch Missionare verwickelt waren…

Als wir an unserem Zielort angekommen waren, wurden wir gleich zum Abendessen eingeladen, und packten dann unsere Koffer aus. Hier ein Bild von unserem Haus:

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Wir wohnen auf einer ziemlich kleinen Station in den Bergen, die aber nur 10 min von einer sehr viel größeren entfernt ist. Dort gibt es einen Lebensmittelladen, der so ziemlich alles hat, was man sich vorstellen kann (nur halt viel teurer als in Deutschland), eine kleine Krankenstation und vieles mehr. Letzten Sonntag waren wir dort zum Gottesdienst und durften unser Zeugnis erzählen. Total schön war es, ein paar neue und alte Gesichter zu treffen und sogar ein bisschen Deutsch zu sprechen 🙂

Inzwischen hat Friedhelm schon seinen PNG Führerschein bekommen und hat seine erste Fahrt alleine auch gut überstanden (während ich total aufgeregt zu Hause wartete) 😉

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An einem Vormittag waren wir in der Stadt und auf dem Markt. Als Weißer fällt man hier natürlich total auf und jeder versucht, seine Ware loszuwerden: Plastiktaschen, Bananen, Wassermelonen, Sim-Karten… Insgesamt wirken die Leute hier sehr freundlich, und freuen sich total, wenn sie weiße Kinder sehen 🙂 Unsere Jungs freuen sich jedes Mal, wenn sie Einheimische sehen und wollen dann am liebsten gleich alle grüßen und mit ihnen reden.   Aus Sicherheitsgründen dürfen Frauen und Kinder nicht alleine das Gelände verlassen und man muss immer in Begleitung eines Mannes sein.

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In den kommenden Wochen werden wir ein paar Einführungsveranstaltungen haben, weiterhin die anderen Mitarbeiter hier auf dem Gelände kennen lernen und Mitte August auf die größere Station umziehen, um das Gelände dort und die Leute da kennen zu lernen.

Uns als Familie geht es sehr gut. Wir können gar nicht ausdrücken wie dankbar wir Gott sind, dass die Umstellung bisher so gut war. Den Jungs geht es gut, sie sind total begeistert wegen der vielen neuen Dinge, die sie hier sehen und erleben. Beten könnt ihr aber, dass sie gut über den Abschied hinweg kommen und bei den kommenden Umzügen immer wieder Freunde finden, mit denen sie gut klarkommen. Ben Elliot redet sehr viel von Deutschland und realisiert immer mehr, dass wir so schnell nicht wieder zurück gehen werden. Bitte betet, dass er sich hier schnell wohlfühlt!

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Gott ist gut und wir freuen uns schon darauf, was wir hier alles mit Ihm erleben werden!

 

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Familie Linguistik MTC

Thanksgiving in einer Box

WOW!! Die Christen von der Mt. Carmel Baptist Church haben auch diese Jahr wieder Thanksgiving Boxen (für das amerikanische Erntedankfest) an die Familien am MTC gespendet!! Wir sind so dankbar, wie Gott uns durch sie so überrascht hat!!! 🙂
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Familie MTC

Ben Elliot’s “Thankfulness Bag”

Diese Papiertüte brachte Ben Elliot letzte Woche aus der Kinderbetreuung mit (passend zum Thanksgiving-Fest). Seine Lehrerin hatte jedes Kind jeden Tag danach gefragt, wofür sie dankbar sind. Ein paar Süßigkeiten waren auch mit dabei. Ben Elliot hat sich so darüber gefreut, dass einige davon es nicht einmal mehr auf’s Bild geschafft haben 😉
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Familie

5 Monate alt :)

Er lacht fast den ganzen Tag, beobachtet gerne seinen großen Bruder beim Spielen, dreht sich vom Bauch auf den Rücken und beruhigt sich fast immer, wenn wir Musik anmachen. Wir sind Gott so dankbar für unseren Linus!!!

 

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Familie Linguistik MTC

Eine kleine Nachtwanderung

Heute Abend vor dem Zubettgehen haben Friedhelm und Ben Elliot noch eine kleine Nachtwanderung unternommen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie unglaublich begeistert Ben Elliot war!! (Die von euch, die ihn kennen, können es sich vielleicht doch vorstellen, hihi!). Sie hatten eine tolle Zeit zusammen. Ich glaube, es war das erste Mal, dass Ben Elliot im Dunkeln spazieren war. Was ihm total viel Spaß gemacht hat war, mit seiner kleinen Kopflampe verschiedene Dinge auf dem Campus zu erforschen – hauptsächlich Autos, Traktoren und Bagger natürlich… 🙂
Gott hat mich heute dadurch daran erinnert, dass Er uns als Licht in dieser dunklen Welt gebrauchen möchte. Und wie viele Menschen immer noch ohne die Hoffnung auf einen Retter leben. Schon ein kleines Licht kann so einen riesen Unterschied machen!
Bitte bete für uns dass wir darauf fokussiert bleiben, während wir hier am MTC Linguistik studieren und uns langsam dem Ende der Zeit hier nähern. Bete, dass Christus in unserem Leben sichtbar wird und dass wir treue Diener sind. Und bitte bete für die Millionen an Menschen die so dringend die Gute Nachricht von Jesus brauchen!
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Familie

4 Monate alt!

Kaum zu glauben, dass unser Linus schon 4 Monate alt ist! Wir sind Gott unendlich dankbar für diesen kleinen fröhlichen Kerl. Er bringt so viel Freude in unser Leben!!
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Linguistik MTC

Affrikaten, Nasale und Approximanten…

… sind keine Namen von unerreichten Volksgruppen, sondern nur ein paar Beispiele von dem, was uns seit einiger Zeit so durch den Kopf geht: hier kommt eine Zusammenfassung unserer ersten Linguistik-Wochen! Ich hatte die Wahl entweder einen langweiligen Bericht darüber zu schreiben wie man eine Sprache analysiert, die man selber nicht kennt ODER euch einfach einen kleinen Einblick in das zu geben, was bei uns gerade so alles passiert. Ich habe mich für Letzteres entschieden (und vielleicht wirst du mir dafür noch danken… :))

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Unterrichtsalltag

Dieses Semester ist bisher nicht einfach für uns gewesen! Gleichzeitig ist Gott einfach so treu und lässt uns gerade viele verschiedene Dinge lernen. Friedhelm und ich nehmen beide am Linguistik Kurs teil und wir mussten uns als Familie ganz schön an die neue Situation anpassen. Besonders der erste Monat war sehr stressig und herausfordernd. Wir lernen fast jeden Tag etwas Neues, an manchen Tagen haben wir auch nachmittags Unterricht und arbeiten meist bis spät in die Nacht an Hausaufgaben. Wir sind deshalb oft müde… Unsere Mitschüler und wir gelten hier schon als die “nicht-exisitierenden Linguistik Studenten” – weil man uns so selten draußen sieht 🙂  Wenn wir den Kurs im nächsten Frühjahr abschließen, werden wir Teile von ca. 140 verschiedenen Sprachen analysiert haben! Vor ein paar Tagen haben wir uns mit Deutsch beschäftigt. Es war ziemlich witzig, wie sowohl Friedhelm als auch ich dabei ganz schön durcheinander kamen – wer denkt schon beim Sprechen über die Grammatik nach?! Unsere amerikanischen Mitschüler stellten uns Fragen wie : “Warum ist “das Fräulein” Neutrum und nicht Femininum?!” worauf wir meistens nur mit den Schultern zucken konnten – das ist halt einfach so… 🙂

Friedhelm bei den Hausaufgaben
Friedhelm bei den Hausaufgaben

Uns beiden gefällt der Unterricht bisher (meistens) sehr gut, und trotzdem gibt es viele Herausforderungen, die Gott gerade benutzt, um uns näher zu ihm zu bringen. Wir müssen noch viel lernen, zum Beispiel wie wir unsere Zeit am besten einteilen, sodass wir einen guten Ausgleich zwischen Hausaufgaben und Zeit für die Familie finden. Nach den ersten ziemlich stressigen Wochen des Unterrichts haben wir entschieden, dass ich etwas zurücktrete, um besser für die Jungs da sein zu können. Es war einfach zu viel und ich stand unter ständigem Druck. Ich gehe immer noch morgens in den Unterricht und arbeite hin und wieder and den Hausaufgaben, muss sie aber nicht mehr einreichen. Diese Lösung scheint für uns alle am besten zu sein. Am Anfang des Semesters hatte Linus noch einige Gesundheitsprobleme, und außerdem scheint es diese Semester so, als würden wir jeden einzelnen Virus einfangen, der hier auf dem MTC Campus herumgeht. Deshalb mussten wir viel Unterricht verpassen. Aber seit ich nicht mehr die volle Leistung im Kurs bringen muss, ist alles sehr viel entspannter geworden. Friedhelm ist immer noch voll dabei. Was ihn motiviert ist die Tatsache, dass Gott jede einzelne dieser Sprachen geschaffen hat, also müssen sie einfach logisch aufgebaut sein! (Es ist doch nicht geschummelt, wenn man den Erfinder aller Sprachen bei den Hausaufgaben um Hilfe bittet, oder…?)

Linus und ich bei den Hausaufgaben :)
Linus und ich bei den Hausaufgaben 🙂

Gott ist uns in diesen letzten Wochen so treu gewesen! Wir erfahren wirklich, dass Er ein guter Vater ist, und dass Er sich gut um uns kümmert. Er weiß genau, was wir brauchen und wann wir es brauchen. Er gibt die Kraft für jeden einzelnen Tag und hat uns hier gute Freunde gegeben, mit denen wir tolle geistliche Gemeinschaft haben können. Und es ist einfach schön zu sehen wie er schwierige Zeiten wie diese benutzt, um uns zu zeigen, wie ungeheuer nötig wir Ihn brauchen. Wir haben noch sehr sehr viel zu lernen, und wir sind dabei zu lernen, Ihn jeden Tag um Weisheit anzuflehen. Und Er antwortet, jeden Tag neu. Ja, die letzten Wochen sind schwierig gewesen – aber wir möchten sie auf keinen Fall missen!

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Familie MTC

Zu Hause mit den Jungs

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Die Jungs sind wieder krank, deshalb bin ich mit ihnen heute zu Hause geblieben.
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Familie MTC

Unser Sommer in Bildern

Es ist gar nicht so einfach, diesen Sommer zusammen zu fassen, soviel ist passiert! Ich hab mir deshalb gedacht, einfach mal ein paar Bilder hochzuladen, damit ihr euch selber ein Bild verschaffen könnt 🙂 Unsere Sommerferien fingen Ende Mai an und wir haben die meiste Zeit hier am MTC verbracht. Friedhelm konnte für ein paar Wochen hier auf dem Campus arbeiten. Das war echt super, denn auf Grund unserer Visa Situation darf er keine andere Arbeitsstelle haben. Der Höhepunkt unseres Sommers war natürlich die Geburt von Linus! Wir können Gott nicht genug danken, dass alles gut verlaufen und wir jetzt zu viert sind! Genau wie Ben Elliot hatte auch Linus in den ersten Monaten Probleme mit der Verdauung. Das war eine schwierige Zeit für uns als Familie. Nach einigen Besuchen beim Arzt und bei der Hebamme, vielen schlaflosen Nächten und vielem Herumprobieren was ihm helfen könnte, geht es ihm jetzt wesentlich besser. Gott ist so gut!

Außerdem hatten wir noch einen ganzen Monat Besuch von meiner Mutter, Schwester und meinem jüngsten Bruder! Das war total ermutigend und wir haben jede Minute genossen, die wir zusammen hatten! Ben Elliot hatte Ende Juli Geburtstag und wir haben ein bisschen gefeiert. Wir konnten viel Zeit mit Freunden und auch als Familie verbringen, was uns nach einem vollen Semester echt gut getan hat.  Ben Elliot redet jetzt schon viel mehr, sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch, und oft beides zur gleichen Zeit…. 🙂 Er mag Bagger und Traktoren, sein Planschbecken und den See, in der Küche helfen und Bücher lesen. Linus ist sehr fröhlich und lacht viel – außer wenn er müde ist oder Hunger hat natürlich… Friedhelm und ich hatten einen guten Semesteranfang, obwohl Linguistik uns beiden nicht unbedingt leicht fällt. Dieses Semester ist eines der schwersten, dass wir bisher hatten, vor allem weil wir neben dem Unterricht sehr viel nachmittags arbeiten müssen und uns gleichzeitig als Familie an einen noch viel strafferen Tagesablauf gewöhnen müssen. Gott bringt uns gerade viele Dinge bei, aber darüber werde ich mehr in einem anderen Blogeintrag schreiben. Soweit erstmal für heute 🙂